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Kultur

4 Weihnachtskuriositäten, die Ihr bestimmt nicht kennt

By Max Hailer

4 Weihnachtskuriositäten, die Ihr bestimmt nicht kennt

Weihnachten steht vor der Tür und es ist an der Zeit, die Plätzchen zu backen, die Adventsdekoration aufzuhängen und mit unseren Lieben zu feiern, jetzt mehr denn je. Dennoch haben diese Traditionen, die wir für selbstverständlich halten, ziemlich kuriose und unbekannte Ursprünge. Heute stellen wir euch die vier vor, die uns am meisten faszinieren.

So viele Varianten Adventskränzer wie Christen

Darstellung des Wichernkranzes. Bild: Wikimedia Commons

Dieser Weihnachtswahrzeichen wurde 1839 von Johann Wichern kreiert. Es bestand aus einem von der Decke hängenden Wagenrad mit 4 großen weißen und 20 kleinen roten Kerzen – die großen entsprachen den Adventssonntagen, die kleinen den Werktagen. Mit der Zeit wurde er mit dem Tannengrün geschmückt und auf 4 rote Kerzen vereinfacht.

In den katholischen Regionen Deutschlands und Irlands sind die Kerzen jedoch violett, mit Ausnahme einer rosa Farbenen, die am dritten Adventssonntag angezündet wird. Der „größter echter Adventskranz“ im österreichischen Mariazell trinkt aus beiden Traditionen: In seinem 12-Meter-Radius umfasst er 24 Kerzen, davon 20 weiße und 4 violette.

Glas-Gurken als Weihnachtsbaumschmuck

Die aus Glas hergestellte Weihnachtsgurke wird jedes Jahr halb verdeckt an den Weihnachtsbaum gehängt. Wer sie findet, bekommt ein zusätzliches Geschenk. Obwohl diese Tradition in Deutschland nicht besonders bekannt ist, scheint sie in den Vereinigten Staaten ein Klassiker zu sein.

Das Lustige ist, dass die Amerikaner sie als eine deutsche Sitte betrachten. Der Legende nach ist der Schöpfer der bayerische Auswanderer Hans Lauer im Jahre 1864. Seitdem wird die Gurke zu Weihnachten in ganz Nordamerika gehängt. Und vielleicht auch hier?

Willisauer Ringli – die echten Ringli

Photo: Petra Hasler

Es mag euch überraschen, aber Ihr müsst uns trotzdem glauben: Die echten Ringli schmecken nicht nach Paprika. Sie stammen aus Willisauer, eine Kleinstadt der Schweiz und sind ein wahrer Mythos in der Kultur unserer südlichen Nachbarn. Diese in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandenen Plätzchen mit Honig- und Zitronengeschmack werden an Heiligabend mit heißer Schokolade gegessen, bevor die Geschenke geöffnet werden. Und sie sind köstlich.

Mehr als nur ein Grund zum Feiern

Mosaik des Sonnengottes. Photo: Daniel González Acuña

Jeder weiß, dass an Weihnachten die Geburt Christi gefeiert wird. Was weniger Leute wissen, ist, dass die alten Römer zum gleichen Datum einen anderen Geburtstag feierten: den des Sol Invictus. Nach dem von Julius Cäsar geschaffenen Kalender werden ab dem 25. Dezember die Tage länger und Jahrzente nach der Schöpfung wurde er als Geburtsdatum des „unbesiegten Sonnengottes“ umgedeutet wurde. Trotz der Koinzidenz sind sich einige Historiker nicht sicher, ob die eine Festlichkeit direkt aus der anderen entstanden ist.

Sicher ist, dass der 25. Dezember auch an die Geburt eines der bedeutendsten Wissenschaftler der Geschichte erinnert. Der Name ist Isaac Newton, das Datum ist 1642. Der Autor der Beschreibung der universellen Gravitation und Verantwortlicher eines riesigen Sprungs nach vorne in der Wissenschaft sollte Grund genug auch für Nicht-Gläubige sein, diese Daten zu feiern.

Tags: weihnachten